Mann steht auf der Bühne am Rednerpult mit Mikrofon in der Hand. Im HIntergrund ist eine große Leinwand mit einer Präsentation.

Easymeister beim ZukunftsForum: Ein Pitch, zwei Perspektiven

Als Heiko die Anfrage der Wirtschaftsjunioren bemerkte, war sie schon rund zwei Wochen alt. Seine Rückmeldung kam entsprechend spät. Die Ansprechpartnerin war inzwischen im Urlaub, und so wurde unsere Teilnahme am ZukunftsForum erst kurzfristig konkret. Kein besonders geordneter Anfang. Aber eine Gelegenheit, die wir nutzen wollten: Easymeister wieder persönlich vorstellen, mit Unternehmern aus der Region sprechen und zeigen, woran wir inzwischen arbeiten.

Am 28. September 2026 waren wir deshalb beim 5. ZukunftsForum im BIC.Space in Frankfurt (Oder) dabei. Dort kamen das WirtschaftsForum Brandenburg und die Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg zusammen. Junge Unternehmen und Unternehmensnachfolger stellten ihre Vorhaben vor; anschließend war Zeit für Gespräche.

Wie die Einladung zu uns kam

Der Kontakt entstand über das Gründungszentrum der Europa-Universität Viadrina. Die Wirtschaftsjunioren hatten nach geeigneten Teilnehmern gefragt. Dabei wurde Easymeister empfohlen woraufhin wir angeschrieben wurden.

Mit großen Erwartungen sind wir nicht hingefahren. Ive hatte vorab keine konkreten Vorstellungen davon, was uns erwarten würde. Für Heiko war vor allem interessant, mit Unternehmen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Vielleicht wäre jemand dabei, der Mitarbeiter auf dem Weg zum Industriemeister begleitet und für den unsere Prüfungsvorbereitung passen könnte. Inzwischen konnten wir schließlich mehr als eine Idee zeigen: Es gab bereits Kurse, und wir beschäftigten uns mit der Testphase. Dafür wollten wir wieder Präsenz zeigen.

Zwei Roll-ups und eine bekannte Präsentation

Beim Aufbau gab es gleich eine kleine Korrektur. Wir hatten zwei unserer Roll-ups mitgebracht und aufgestellt. Für beide reichte der Platz dann doch nicht, also packten wir eines wieder ein. Auf unserem Tisch legten wir die Visitenkarten aus. Die Gespräche spielten sich später vor allem auf der anderen Seite des Raumes ab. Also gingen wir dorthin, wo die anderen Teilnehmer waren. Vor Beginn lernten wir Beteiligte und Veranstalter kennen und saßen noch kurz gemeinsam zusammen. Auch mit Anja Bohms, die den Abend moderierte, kam Heiko vorher ins Gespräch. Sie ist Vizepräsidentin des WirtschaftsForums Brandenburg und Geschäftsführerin von Lotto Brandenburg.

Den Pitch übernahm wie üblich Heiko. Präsentationen und Öffentlichkeitsarbeit gehören bei Easymeister zu seinen Aufgaben. In der Woche vor dem Termin hatte Heiko die vorhandene Präsentation angepasst und den gesprochenen Teil geübt. Zahlen und Detaildaten nahm er heraus, da dies unserer Meinung nach nicht zum Charakter der Veranstaltung passte. Im Mittelpunkt blieben unsere Zielgruppe, die Idee hinter Easymeister und das Produkt.

Wir wollten erklären, warum Prüfungsvorbereitung für berufstätige Erwachsene eine besondere Herausforderung sein kann: Der Job läuft weiter, Familie und andere Verpflichtungen brauchen Zeit, und die letzte Schulzeit liegt teilweise lange zurück. Mit Easymeister wollen wir deshalb strukturiertes Üben und Anwenden ermöglichen. Auch unseren Entwicklungsstand und den Publikumspreis der zweiten Phase des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg 2025 haben wir vorgestellt.

Die Frage nach dem Prüfungsmaterial

Nach dem Pitch stellte zunächst die Moderatorin Fragen, anschließend war das Publikum an der Reihe. Eine Nachfrage betraf den Zugang zu Prüfungsaufgaben und unseren Umgang mit geeignetem Prüfungsmaterial. Heiko erklärte unseren Weg: Wir kaufen die jeweils zuletzt verfügbare vergangene Prüfung und entwickeln die Übungsaufgaben für Easymeister selbst. Unsere Kurse arbeiten damit mit eigenen prüfungsnahen Aufgaben.

Für uns war das eine Gelegenheit, diesen Teil unserer Arbeit genauer zu erklären. Wer eine Plattform zur Prüfungsvorbereitung sieht, weiß schließlich noch nicht automatisch, wie deren Aufgaben entstehen.

Ein Auftritt, zwei Bewertungen

Auf der Rückfahrt haben wir den Abend in Ruhe besprochen. Das machen wir nach solchen Veranstaltungen regelmäßig. Vor Ort wollen wir die Zeit für Gespräche mit den anderen Teilnehmern nutzen. Im Auto können wir anschließend unsere Eindrücke austauschen; für Verbesserungen nehmen wir uns bei Bedarf noch einmal gesondert Zeit.

Unsere persönlichen Rückblicke auf diesen Pitch fallen etwas unterschiedlich aus.

Heiko fand ihn weniger flüssig als einige frühere Auftritte. Ihm fehlten an mehreren Stellen bessere Übergänge. Wenn er kurz den Faden verlor, hätte er lieber eine bewusste Pause gemacht und dann klar weitergesprochen. Stattdessen kamen aus seiner Sicht zu viele Füllwörter dazu. Insgesamt hätte er den Vortrag gern lebendiger und persönlicher gestaltet. Ive bewertet den Auftritt insgesamt als gut. Er sieht eher am Grundkonzept noch Möglichkeiten, etwas zu feilen. Seine Einschätzung fällt damit deutlich weniger kritisch aus als Heikos eigener Rückblick.

Auch die Verständlichkeit können wir nur begrenzt beurteilen. Heiko hatte den Eindruck, dass die Grundidee schnell verstanden wurde, weil es kaum grundsätzliche Rückfragen gab. Ive erinnert sich an keine weiteren konkreten Rückmeldungen zum Konzept. Daraus lässt sich noch nicht sicher ableiten, wie überzeugend unsere Erklärung für die Zuhörer tatsächlich war. Jedoch, und hier freuen wir uns sehr darüber, haben wir einige Zeit später über zwei Ecken erfahren, dass sowohl der Pitch als auch die Idee sehr gut angekommen sei. Da dies von einer vertrauenswürdigen Person erwähnt wurde, nehmen wir dies als motivierendes Feedback.

Was Heiko beim nächsten Pitch anders machen möchte

Die Folien und die visuelle Struktur funktionieren aus Heikos Sicht bereits recht gut. Verbessern möchte er vor allem den gesprochenen Teil. Sein nächster Ansatz ist, wieder stärker auf unseren bewährten BPW-Pitch zurückzugreifen. Der beschreibt den Easymeister-Gedanken bereits gut. Darauf lässt sich aufbauen, wenn wir unsere Vorstellung an einen anderen Anlass anpassen.

Außerdem möchte Heiko künftig innerhalb der fünf Minuten bleiben, statt die verfügbare Zeit möglichst vollständig auszureizen. Klarere Übergänge, weniger Füllwörter und etwas mehr Persönlichkeit sind die Punkte, an denen er weiterarbeiten will. Das ist bisher ein Vorhaben für kommende Auftritte. Ein neues, fertig ausgearbeitetes Pitchkonzept ist daraus noch nicht entstanden.

Was aus den Gesprächen geworden ist

Nach dem Auftritt haben wir mit anderen Gründern, Unternehmern und weiteren Teilnehmern gesprochen. Einzelne Verbindungen entstanden auch über LinkedIn und Instagram. Heiko nahm außerdem Hinweise auf andere Prüfungsbereiche mit, in denen strukturierte Vorbereitung hilfreich sein könnte. Der konkrete Unternehmenskontakt, über den regelmäßig Meisterschüler zu uns finden könnten, hat sich bisher allerdings nicht ergeben. Auch ein neuer Kontakt zu einer Meisterschule oder einem Dozenten mit einer konkreten Zusammenarbeit ist daraus bislang nicht entstanden.

Trotzdem waren wir wieder sichtbar, haben Menschen kennengelernt und andere Perspektiven gehört. Ob daraus später mehr wird, bleibt offen. Für den Moment sind es Kontakte und Gespräche, deren weiteren Wert wir erst noch sehen werden.

Warum uns das auch bei Easymeister beschäftigt

Wir entwickeln Easymeister neben unserem Beruf. Familie, private Verpflichtungen und Hobbys gehören ebenfalls zu unserem Alltag. Die Zeit für einen Auftritt oder die nächste Kursaufgabe steht deshalb nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Unternehmensaufbau und Meisterweiterbildung stellen unterschiedliche Anforderungen. Einen gemeinsamen Engpass gibt es trotzdem: Zeit. Viele unserer Meisterschüler organisieren ihre Weiterbildung ebenfalls zwischen Arbeit, Familie und Privatleben – da haben wir eine starke Überschneidung. Für uns bedeutet das, genauer zu entscheiden, was als Nächstes sinnvoll ist. Beim Pitch kann das heißen, auf eine bewährte Grundlage zurückzugreifen und gezielt einzelne Übergänge zu verbessern. Bei Easymeister verfolgen wir denselben Anspruch an unsere Arbeit: verständliche Inhalte, eine klare Struktur und Aufgaben, mit denen du das Anwenden üben kannst.

Der Abend in Frankfurt hat uns dafür wieder Anlass gegeben, auf unsere eigene Vorbereitung zu schauen. Wir haben Easymeister vorgestellt, Gespräche geführt und anschließend überlegt, was wir beim nächsten Auftritt besser machen können. So geht es für uns weiter: Schritt für Schritt, mit einem möglichst konkreten nächsten Ansatz.

Du bereitest dich gerade auf den Industriemeister Metall vor und möchtest unsere Lernangebote kennenlernen? In unserer Kursübersicht findest du die aktuellen Angebote.

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